Stillrhythmus ja oder nein?

Dein Baby wird in eure Familie hineingeboren. Es ändert sich damit viel für euch Eltern und die Geschwister. Der bestehende Lebensstil wandelt sich, euer Baby bringt neue Gewohnheiten mit in die Familie hinein. Dieser Rhythmus muss sich erst entwickeln, er kann durch Regelmäßigkeit bei den Mahlzeiten, Pflege- und Schlafzeiten gefördert werden. Jeder Rhythmus spart Kraft, hilft dem Kind Kräfte für andere Entwicklungen frei zu haben, vermittelt Geborgenheit und Ruhe.
Im Mutterleib wird das Baby kontinuierlich mit Nahrung durch die Mutter versorgt. Es gibt keine Mahlzeiten oder Pausen zwischendurch. Nach der Geburt lernt das Baby, dass Nahrung gefordert werden muss. Jedes Verlangen nach Nahrung kostet Kraft. In den ersten drei oder vier Wochen herrscht noch „Chaos“, eine notwendige Überganszeit, in der das Kind von der kontinuierlichen zur rhythmischen Mahlzeitenfolge hinfindet. Gestillt wird am besten nach Bedarf, es pendelt sich oftmals von allein ein drei- oder vierstündiger Rhythmus ein. Bewährt hat sich das Stillen mit etwa 6 Mahlzeiten am Tag und, solange das Baby es fordert, auch nachts.

In den ersten Lebenstagen, bei anfangs ungenügender Milchmenge und bei schwachen Kindern wird häufiger gestillt. In Wachstumsphasen, bei Belastungen wie Hitze, viel Besuch, verändertem Tagesablauf meldet sich der Säugling öfter und braucht es dann auch.

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Beim Stillen nach Bedarf sollte bedacht werden, dass nicht jedes Schreien auf Hunger hindeutet. Zu häufiges Anlegen – z.B. bei jeder Unruhe – führt dazu, dass das Baby wenig trinkt, da es keinen Hunger verspürt. Das Verdauungssystem braucht nämlich 3-4 Stunden, um eine Muttermilchmahlzeit zu verdauen.

Dieser Rhythmus von Anspannen bei der Verdauung und Erschlaffen nach dieser geleisteten Arbeit ist für die inneren Organe sehr wichtig.

Beim Stillen selber ist eine ruhige Umgebung ratsam. Laufende Radios oder Fernseher, auch heftige Gespräche sowie Unruhe im Raum schaden. Selbstredend sollte nie im selben Zimmer geraucht werden – das Baby würde zum Passivraucher!
Die Stillatmosphäre ist auch für die Mutter wichtig, Ruhe und entspannte Sitzhaltung oder ein Stillen im Liegen wirken sich positiv auf die Milchbildung aus.

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Gianna

Journalistin und Mama von 3 Kindern – glücklich vergeben.
Ich „denke anders“ und stelle auch mal etwas in Frage. Ich verbringe ein Leben voller Wunder!!

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