Probleme beim Stillen – was tun?

Es ist die natürlichste Sache der Welt. Trotzdem treten beim Stillen manchmal Probleme auf. Hier gibts Hilfe:

Es klappt mit dem Stillen nicht so, wie du es dir vorstellst? Kein Grund, aufzugeben.

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Denn: Die meisten Probleme lassen sich lösen.

Starker Milcheinschuss

Was ist los? Drei Tage nach der Geburt schießt die Milch ein. Die Brust ist prall, Berührungen schmerzen.
Was tun? Lass’ dein Baby oft und ausgiebig trinken. Acht- bis zehnmal pro Tag sind normal. Hast du einen kleinen Langschläfer, gilt: Auch wenn’s schwerfällt, wecke dein Baby auf, selbst nachts (am Anfang). Wichtig ist, dass es korrekt und ausreichend lange saugt. So kann dein Körper ausreichend Hormone ausschütten, die für die Milchproduktion nötig sind. Feuchtwarme Umschläge vor dem Stillen machen die Brust weicher. Ist dein Baby satt, kühlst du die Brust 20 Minuten mit einer kalten Kompresse (zum Beispiel Brustpads) oder einem Quarkwickel.

Wunde Brustwarzen

Was ist los? Babys Saugen reizt die Brustwarzen. Meist ist die falsche Anlegetechnik schuld.
Was tun? Unbedingt vor dem Stillen die Hände waschen. Lass’ etwas Muttermilch nach dem Stillen auf der Warze antrocknen. Auch hochgereinigtes Wollwachs, hauchdünn aufgetragen, fördert die Heilung. Ganz entscheidend: das richtige Anlegen. Lege dein Kind so an, dass Ohr, Schulter und Po eine Linie bilden und sein Bauch an deinem liegt. Das Baby sollte die Brustwarze samt Warzenhof in den Mund nehmen. Wechsle die Stillpositionen öfter.

Zu wenig Milch

Was ist los? Der Rhythmus von Angebot und Nachfrage muss sich erst einspielen, die Milchmenge sich erst anpassen.
Was tun? Das Baby möglichst oft anlegen und so lange trinken lassen, wie es möchte. Frage auf jeden Fall deine Hebamme oder Stillberaterin um Rat. Phasen, in denen die Milch nicht reicht, gibt es immer wieder, etwa, wenn das Baby einen Wachstumsschub macht. Gib deinem Kind bei jeder Stillmahlzeit beide Brüste, zum Schluss nochmal die erste. Hilft dies nicht, kannst du die Milchproduktion auch mit einer Pumpe oder diversen Tees (zum Beispiel: Milchbildungstee)ankurbeln (gibts in der Apotheke).

Zu viel Milch

Was ist los? Auch hier müssen sich Angebot und Nachfrage erst noch regeln.
Was tun? Gib deinem Kind nur eine Brust pro Mahlzeit. Die zweite ein wenig ausstreichen, bis der Druck nachlässt. Das regt die Milchproduktion weniger an. Salbeitee kann ebenfalls helfen. Kalte Umschläge reduzieren das Druckgefühl.

Milchstau und Brustentzuendung

Was ist los? Die Milch staut sich. Die Stelle fühlt sich hart an und tut weh, hinzu kommen ein grippeartiges Gefühl und Fieber. Die Brust kann sich entzünden.
Was tun? Leg’ dein Kind oft a und beginne mit der harten Brust! Babys Kinn sollte zur gestauten Stelle zeigen, so ist die Saugkraft am stärksten. Erwärme die Brust vor dem Stillen. Hinterher tun Brustwickel aus Weißkohlblättern und viel Ruhe gut. Wenn du dich nach 24 Stunden nicht besser fühlst oder das Fieber auf über 38 Grad steigt, musst du zum Arzt!!

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Gianna

Journalistin und Mama von 3 Kindern - glücklich vergeben. Ich "denke anders" und stelle auch mal etwas in Frage. Ich verbringe ein Leben voller Wunder!!

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