Natuerliche Methoden der Geburtsvorbereitung

Fuer die Psyche:

Schwangerschaftsyoga finde ich sehr gut, allerdings nur nach dem Kundalini-Yoga. Es bringt den Geist zur Ruhe und gibt dir die Möglichkeit nach innen zu hören. Automatisch wird dein Körpergefühl geschult, dein Vertrauen wird wieder größer. Du merkst, wieviel Kraft dein Körper eigentlich hat. Das stärkt und macht einen mutig und selbstsicher. Du bleibst beweglich und man kann viele typische Schwangerschaftsbeschwerden wieder in den Griff bekommen. Ich persönlich hatte ganz schlimme Rückenschmerzen zwischen 20. und 25. Woche, nachdem ich täglich Yoga gemacht habe, war mein Rücken stark und alles konnte gut fließen.

Was mir nebenher noch aufgefallen ist, dass unsere typische Sitzweise und die mangelnde Bewegung gar nicht gut für den, nicht nur schwangeren, Körper ist.

Ich saß viel auf dem Boden……das tat so gut……Ich habe mir jetzt auch solche Plätze geschaffen, neben dem typischen Wohnzimmersofa und Essecke…vieles wird jetzt einfach auf dem Boden gemacht. Das tut meinem Körper soo gut….

Aber ich schweife ab…

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Stilles QiGong wurde von einer sehr erfahrenen (Hausgeburts-)Hebamme angeboten. Scheint wohl ein sehr außergewöhnlicher Kurs für Schwangere zu sein, was wirklich sehr sehr schade ist. Auch dort lernt man, auf seinem Atem zu achten, einfach mal runter zu kommen. Seinen Körper, sein Kind wahrzunehmen. Man arbeitet mit dem Atem und mit Licht. Die Hebamme baute den Kurs aufeinander auf, so dass man zum Schluss eine richtige Lichtreise durch seinem Körper machte und sich in der Phantasie die Geburt durchmachte. Das war wirklich der Hammer. Sie vermittelte uns Schwangeren sehr viel Vertrauen in unseren Körper und sagte immer wieder, dass wir nicht leiden müssen. Nein, eine Wehe tut zwar weh, aber ist wichtig und ohne Wehe kommt kein Kind.  Wenn wir unsere Einstellung zur Geburt ändern, also das wir den ganzen Ablauf annehmen und uns nicht verkrampfen, jede Wehe sozusagen annehmen, trotz Schmerzen wird alles viel angenehmer….Dieser Kurs hat den werdenden Müttern sehr viel Vertrauen und eine ganz andere Sichtweise zur Geburt gegeben.

Fuer den Koerper:

Spaziergänge stärken den Beckenboden und sind wichtig, weil viel besser das Blut zirkuliert wird und das Kind eine sehr gute Sauerstoffversorgung bekommt. Mein Kindchen strampelt immer wie wild, wenn ich die ersten schnellen Schritte gehe. Ich finde Bewegung auch sehr wichtig, weil ich eine Geburt mit einem Marathon vergleiche. Wir brauchen Kondition!!! Sehr viel Kondition! Also, schont euch bitte nicht. Ich rede natürlich nicht davon, dass man über seine Grenzen gehen soll, oder sicherlich gibt es mal Tage, wo man nur schlafen will, aber generell sollte man trotz dickem Bauch in Bewegung bleiben.

Ich habe in unregelmäßigen Abständen Heublumen-Sitzbäder gemacht, um das Dammgewebe weich und geschmeidig zu machen.

Von Ingeborg Stadelmann (Hebamme und Autorin des Buches “Die Hebammensprechstunde”) habe ich mir das Dammmassageöl bestellt. Das Öl besteht aus einer Mischung aus Johanniskrautöl und Weizenkeimöl mit der Zugabe der ätherischen Öle von Muskattellersalbei und Rose.

Himbeerblättertee hat mir auch sehr gut geholfen. Die Blätter machen den Muttermund weich und alles wird gut aufgelockert und durchblutet (ich hatte die ganze Zeit hochrote Wangen:) ich habe ihn aber auch literweise getrunken *g*

Viele fangen schon in der 34. SSW an, jeden Tag eine Tasse zu trinken.

Da ich mir den Schwangerschaftstee von I. Stadelmann geholt habe, spare ich mir das, denn den trinke ich schon täglich. Zusammensetzung: Brennesselkraut, Frauenmantel, Himbeerblätter, Johanniskraut, Melissenblättern, Schafgarbenkraut und Zinnkraut.

Zinnkraut und Brennesselkraut regen die Nierenausscheidung an. Johanniskraut wirkt nervenstärkend (das brauche ich auf jeden Fall), Melisse beruhigt, die Brennesselblätter verbessern die Eisenresorption im Blut, besonders mit ein paar Spritzern Zitrone im Tee. Schafgarbenkraut unterstützt die Blutgerinnung, was ja für die Geburt sehr wichtig ist. Alles im ganzen eine sehr gute Mischung, die man auch noch recht gut trinken kann.

Den Leinsamen möchte ich hier noch erwähnen: Täglich einen EL geschroteten Leinsamen (ich flocke ihn frisch) morgens mit in den Frischkornbrei oder Müsli. Ich weiche ihn allerdings nach dem Flocken für einige Zeit in etwas Wasser ein. Leinsamen hat eine gute Wirkung auf die Schleimhäute. Der Volksmund sagt dem Leinsamen nach, dass er die Kinder “flutschen” lässt. Ja dann, kann mein Kindchen bald ins Leben flutschen *lach* Ich probiere es auf jeden Fall aus.

Was habt ihr alles gemacht bzw. was macht ihr?

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Gianna

Journalistin und Mama von 3 Kindern - glücklich vergeben. Ich "denke anders" und stelle auch mal etwas in Frage. Ich verbringe ein Leben voller Wunder!!

Ein Gedanke zu „Natuerliche Methoden der Geburtsvorbereitung

  • 7. Oktober 2017 um 23:42
    Permalink

    Hallo,

    ich habe die Hebammensprechstunde von Ingeborg Stadelmann gelesen und dann auch die schönen Tipps befolgt und zusätzlich geburtsvorbereitende Akupunktur gemacht. Meine Eröffnungsphase war sehr schnell geschafft und nach dem Einsetzen der ersten Wehen war mein Babylein in schnellen 2 Stunden :-O auf der Welt. Ich weiß nicht, inwiefern die gute Vorbereitung da wirklich solche Wunder vollbracht hat, aber ich kann es mir nciht anders erklären, da ja doch viele viele Frauen länger brauchen. Ein paar meiner Erfahrungen versuche ich auch anderen Frauen in meinem Blog weiterzugeben. Die Leinsamen waren sogar auch schon einmal Thema bei mir: http://www.mein-baby-und-ich.de/leinsamen-geburtsvorbereitung/ Ich denke man kann nicht’s verkehrt machen, wenn man es einfach ausprobiert.

    Viele Grüße,

    Adelina

    Antwort

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