Die Macht der Weltkonzerne

Ein Beispiel “Nestlé”, warum man deren Produkte nicht kaufen sollte:

Produkte, Marken: Nahrungs- und Genussmittel der Marken After Eight, Alete, Aquarel, Bärenmarke, Beba, Bübchen, Buitoni, Caro, Choco Crossies, Herta, KitKat, LC1, Lion, Maggi, Milkybar, Motta, Mövenpick, Nescau, Nescafe, Nespresso, Nesquik, Perrier, San Pellegrino, Smarties, Thomy, Vittel, Yoco, Yes, u.a.

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Vorwürfe: international geächtete Vermarktungsmethoden bei Babynahrung, Ausbeutung und Kindersklaverei durch Rohstofflieferanten.
Nestle ist das größte Lebensmittelunternehmen der Welt. Der Konzern bezieht viele seiner Ausgangsprodukte aus Ländern, in denen die Lebensmittelprodukte durch extrem niedrige Menschenrechtstandards gekennzeichnet ist. Vor allem bei der Produktion von Kakao und Kaffee werden Menschen ausgebeutet.
An der Elfenbeinküste, wo ein Großteil der Weltkakaoernte angebaut wird, arbeiten Tausende Kindersklaven auf den Kakaoplantagen. natürlich heißt das nicht, dass Nestle seine Kakaobohnen absichtlich von Kindersklaven ernten lässt. Nestle hat aber als Marktführer großen Einfluss auf die extrem schwankenden und niedrigen Weltmarktpreise und ist damit für das Elend der Kleinbauern und Landarbeiterinnen auf jeden Fall mitverantwortlich. “Wer Schokolade isst, nährt den Krieg in der Elfenbeinküste”, schrieb die taz im Januar 2006: “Ein undurchsichtiges Geflecht staatlicher Behörden, die Produzenten, Händlern und Exporteuren des Schokoladenrohstoffes Kakao Geld abnehmen, bringt Millionensummen aus dem Kakaoexport in private Kanäle im engsten Umfeld der ivorischen Staatsspritze. Finanziert werden damit unter anderem Militärausgaben.”

Besonders kritisiert wird Nestle für seine Vermarktung von Babynahrung. Vor allem in ärmeren Ländern hat der Konzern immer wieder versucht, durch Werbung und die Abgabe von Gratisproben Schwangere und junge Mütter davon abzubringen, ihre Kinder selbst zu stillen. Laut WHO sterben jährlich 1,5 Millionen Kinder, weil sie nicht gestillt werden – vor allem, weil das Pulver in Ländern ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser oft mit infiziertem Wasser vermischt werden muss. Nach internationalen Konsumboykotten (Nestle tötet Babys) und Protesten durch UNO-Organisationen verpflichtete sich Nestle zu Werbebeschränkungen, die aber immer wieder umgangen werden.
Nestle steht auch der Verwendung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel positiv gegenüber: “Unter der Voraussetzung, dass deren Sicherheit nachgewiesen ist (was nicht der Fall ist, Anm. der Red.), wird Nestle damit fortfahren, aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnene Bestandteile überall dort zu verwenden, wo dies angemessen ist.”
Im November 2002 forderte der Konzern von Äthiopien, einem Land mit über 11 Millionen Hungernden, 6 Millionen US-Dollar für ein Unternehmen, das 27 Jahre zuvor verstaatlicht worden war. Erst nach massiven Konsumprotesten reduzierte Nestle die Forderung auf 1,5 Millionen Dollar, die für die Hungerbekämpfung gespendet werden sollten.
In Kolumbien wurden dem Konzern der massenhafte Verkauf abgelaufenen Milchpulvers und Repressionen gegen Gewerkschaften vorgeworfen.

Was können wir tun: Kaufen Sie Kaffee, Schokolade und andere Kakaoprodukte nur aus Fairem Handel. Proteste an: Nestle Deutschland AG, Harmut Gahmann, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, hartmut.gahmann@de.nestle.com

Wenn man so etwas liest, kann man mit einfachen Mitteln anderen helfen, bzw. nicht blind etwas unterstützen, ohne viel dafür zu tun, sondern einfach bewusst einkaufen. Mehr nicht !

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Gianna

Journalistin und Mama von 3 Kindern – glücklich vergeben.
Ich „denke anders“ und stelle auch mal etwas in Frage. Ich verbringe ein Leben voller Wunder!!

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