Der Beginn der Stillzeit – Wunde Brustwarzen?

Hast du auch Angst vor dem Stillen, weil es „weh tun“ könnte? Vielleicht machst du dir Sorgen über wunde oder schmerzende Brustwarzen und findest diese Gedanken möglicherweise sehr abschreckend.
Gerade in den ersten Tagen der Stillzeit können leicht wunde Brustwarzen völlig normal sein, da sich die Brustwarzen erst an das Stillen gewöhnen müssen.
Während der ersten zwei bis vier Tage kann deine Brustwarze zu Beginn der Stillmahlzeit empfindlich reagieren. Die Saugbewegung deines Babys ist für die Brustwarze und das Gewebe des Brustwarzenhofes neu.

Diese Empfindlichkeit ist vorübergehend und lässt meist nach, sobald der Milchspendereflex eingesetzt hat und verschwindet meist vollständig, innerhalb weniger Tage, wenn du dein Baby korrekt anlegst und es richtig saugt. Das Stillen sollte – abgesehen von der anfänglichen Empfindlichkeit – keine Schmerzen bereiten.

Wann solltest du Hilfe in Anspruch nehmen?

  • wenn das Stillen nach dem ersten Tag schmerzhaft ist
  • wenn du ein brennendes Gefühl in den Brustwarzen während des Stillens verspürst
  • wenn sich das Wundsein nicht verbessert, nachdem drei Tage konsequent an der Beseitigung der Ursache gearbeitet wurde.

Wenn eines dieser Punkte eingetreten ist, ist es ratsam, die Hebamme oder eine Stillberaterin zu kontaktieren.

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Wenn dein Baby beim Stillen eine Lippe mit einsaugt, kann das zu wunden Brustwarzen führen, deshalb solltest du immer darauf achten, wo sich die Lippen deines Babys beim Stillen befinden. Die Lippen müssen den Brustwarzenhof sanft umschließen.
Bevor das Baby von der Brust genommen wird, muss zuvor der Saugschluss gelöst werden, was bedeutet, dass du sanft einen Finger in den Mundwinkel des Kleinen schiebst, das löst das Vakuum. Nun kann die Brustwarze schonend aus dem Mund deines Babys genommen werden.
Ausserdem solltest du darauf achten, dass du einen gut sitzenden Still-BH trägst. Zu enge Still-BH’s können die Brustwarzen zusammendrücken und dies führt dann wiederum zu wunden Brustwarzen. Eine rauhe Naht kann an der Brustwarze reiben und Reizungen auslösen.

Was kannst du tun, um das Wundsein erträglicher zu gestalten?

Manche Mütter beschließen, wegen wunden Brustwarzen abzustillen. Doch es gibt einige Tipps, um weiter zu stillen:

  • Atemtechniken aus dem Geburtsvorbereitungskurs anwenden
  • Stillposition wechseln
  • Ist dein Kind schon älter, kannst du es darum bitten, sanfter oder nicht mehr so lange zu stillen. Das Kind sollte nicht die Schuld am Wundsein der Brustwarzen bekommen.
  • Von Hand so viel Milch wie nötig ausstreichen – das bringt die Milch zum Fließen, bevor dein Kind zu Trinken beginnt – nach dem Stillen die Brustwarze mit etwas Muttermilch an der Luft trocknen lassen. Muttermilch heilt.

Was ich dir auch empfehlen kann, sind die MultiMam Stillkompressen gegen wunde Brustwarzen. Die haben bei mir oft Wunder gewirkt! Probiere es gerne einmal aus.

 

Haben dir diese Tipps geholfen? Ich freue mich über ein Feedback von dir!

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Gianna

Journalistin und Mama von 3 Kindern - glücklich vergeben. Ich "denke anders" und stelle auch mal etwas in Frage. Ich verbringe ein Leben voller Wunder!!

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