Beikost – Saft

Nebem dem Tee sind Säfte oft die ersten Getränke ausser der Milch. Gestillte Kinder brauchen keine Säfte in den ersten Monaten. Diese sollten – wenn überhaupt – erst ab dem 5./6. Monat gegeben werden. Säfte werden wegen ihres Vitamingehaltes empfohlen, besonders für nicht gestillte Kinder, die mit selbstzubereiteter Flaschennahrung (ohne künstlichen Vitaminzusatz) ernährt werden. Geeignet ist anfangs Möhre. Sie wird geschält und dann roh möglichst auf einer Glasreibe zerrieben. Die Schnipsel werden in einem sauberen Taschen-, Lein- oder Windeltuch ausgedrückt, der Saft wird löffelweise dem Kind verabreicht. Zunächst genügen 2 Löffel. Neben der Möhre können auch Äpfel als Saft gegeben werden. Den Saft würde ich – wie beschrieben – anfangs mit dem Teelöffel geben, später im Becher oder mit der Flasche. Sobald das Kind Obst erhält, ist die Saftzugabe nicht mehr notwendig.

Später können Himbeeren, schwarze Johannisbeeren, Kirschen, Birnen und Pfirsiche dazukommen. Vorsicht mit Zitrusfrüchten, Erdbeeren, sauren Beeren (rote Johannis-, Stachelbeeren) und Aprikosen. Sie führen evtl. zum Wundwerden des Kindes oder einem Hautausschlag.

Am besten ist es, die Säfte frisch zuzubereiten, aber wenn die Zeit dazu fehlt, dann bietet der Handel auch Frucht- und Gemüsesäfte an, bestenfalls in Demeterqualität. Es gibt auch Säfte speziell für Kinder, die in kleineren Flaschen angeboten werden, da ja nur geringe Mengen benötigt werden.

Frucht- und Gemüsesäfte sollen nicht zum Durstlöschen dienen, dazu sind sie zu konzentriert. Als Getränk sollten sie mit Kräutertee, geeignetem Leitungswasser oder einem kohlensäurearmen Mineralwasser verdünnt werden. Auch kann man sie der Flaschen- oder Breimahlzeit zusetzen. Ein leichtes Flocken der Milch ist nicht negativ zu sehen, verbessert meist sogar die Bekömmlichkeit.

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Gianna

Journalistin und Mama von 3 Kindern - glücklich vergeben. Ich "denke anders" und stelle auch mal etwas in Frage. Ich verbringe ein Leben voller Wunder!!

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